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Innere Stärke in herausfordernden Zeiten

Jana Haas ist hellsichtig und plädiert für ein Pflegen der Seele

Von Claudia Bader

Obwohl der große Saal in der Fachakademie für Sozialpädagogik in Krumbach vollkommen besetzt war, hörte man kaum einen Laut im Raum. Die meditative Stimmung war deutlich spürbar. Die fast ausschließlich weiblichen Besucher hörten Jana Haas gebannt zu. Die Bestseller-Autorin, die im Rahmen des Literaturherbstes ins Krumbacher Schluss gekommen war, benötigte deshalb kein Mikrofon. Denn ihr vom Abc-Büchershop organisierter Vortrag drehte sich um ein in heutiger Zeit oft vernachlässigtes oder gar ignoriertes Thema: die Seele und das Herzempfinden.

„Wir pflegen unseren Körper, schulen unseren Geist, aber die Seele vernachlässigen wir“, sagte Jana Haas. Aber es lohne sich, jeden Tag etwas für sich selbst zu tun.“ Bereits während ihrer Kindheit in Russland habe sie die Seelen verstorbener Menschen sehen können und bei Sinnfragen aus der geistigen Welt innere Einsichten und Hilfen erhalten, berichtete die Autorin. Diese Hellsichtigkeit sei ihr auch geblieben, als sie im Alter von zwölf Jahren nach Deutschland kam. „Ich habe meine spirituelle Berufung gespürt.“

Nach dem Tod eines guten Freundes, der für sie immer eine Art „Energietankstelle“ gewesen sei, habe sich seine Seele bei ihr gemeldet. „Dieses Lichtwesen hat mir verdeutlicht, dass niemand Macht über einen anderen Menschen hat und sich ihm in den Weg stellen kann, nur er selber“, sagte Jana Haas. Diese Erkenntnis war für sie der Anlass, ihr erstes Buch zu schreiben. Mittlerweile hat sie 13 verfasst, zuletzt mit dem Titel „Mit Seelenqualität zu Liebe und Erfolg“.

„Ich habe immer mehr erkannt, dass es im Leben ausschließlich auf die innere Einstellung ankommt“, veranschaulichte die Autorin: „Es liegt nicht immer in unserer Hand, was mit uns geschieht, aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen.“ Nach und nach habe sie gelernt, neutral liebevoll in sich zu ruhen. Liebe ist für Jana Haas die Ur-Essenz allen Lebens. „Sie muss so groß sein, dass sie alles überstrahlt“, sagte sie: „Von Herzen zu leben heißt, flexibel mit den Dingen umzugehen, anstatt sich ihnen zu beugen.“

Für Jana Haas ist die Liebe ausschließlich in der analogen Welt zu finden. Die Gewohnheit, bei allen Gelegenheiten gleich zum Handy zu greifen und sich abzulenken, sieht sie als eine „Flucht vor sich selber“. Denn der Weg zur Selbsterkenntnis führe über Selbstwahrnehmung, Selbstliebe, Gebet und Selbstprüfung.

Um ihren Krumbacher Zuhörern den Begriff Seele zu erklären, musste die Autorin weit ausholen: „Sie ist der Mensch ohne Körper und ohne Rationalität.“ Um die Seele zu stärken, könne man im spirituellen Bewusstsein den Moment der Stille genießen. Bei einer Meditation regte die Autorin ihre Zuhörer an, ein Gespür für sich selber zu entwickeln. Und noch einen Rat gab sie ihnen mit auf den Weg: „Die höchste Kunst ist es, ein guter Mensch zu sein. Mit liebevollen Gedanken kann man die Lebensqualität verbessern und die Welt ein Stück leichter machen.“


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