user_mobilelogo

Die Wölfe kehren zurück

Im Gasthof Munding liest Nicola Förg aus ihrem neuen Bestseller „Wütende Wölfe“. Das Wohl der Tiere liegt ihr am Herzen.

Von Elisabeth Schmid

Auge in Auge mit einem Wolf: Eine Urangst kam hoch bei Kriminalkommissarin Irmgard Mangold. „Wütende Wölfe“-Autorin Nicola Förg las auf Einladung der Volkshochschule im Rahmen des Krumbacher Literaturherbstes im Gasthof Munding aus ihrem Buch.

Nicola Förg ist am 13. Dezember 1962 in Kempten geboren. In München studierte sie Germanistik und Geografie. Heute lebt sie mit vielen Tieren in Prem am Lech. Schon in der Schulzeit schrieb sie für die Schülerzeitungen. Schreiben war schon immer ihre Leidenschaft. Auch lesen. Als kleines Kind las sie, mithilfe einer Taschenlampe, unter der Bettdecke. Ihre Liebe gilt der Natur und den Tieren. So legt Nicola Förg in ihren Krimis immer Wert darauf, auf Missstände in der Natur aufmerksam zu machen. Ihre Kommissarin Irmgard Mangold hatte eine schwere Zeit hinter sich. Dann stand ihr 60. Geburtstag an. Die Kommissarin wollte sich eine Auszeit auf einer Forscherfarm nehmen, um Kühe, die nur im Laufstall standen und jetzt auf die Alm kamen, zu beobachten, zu melken und Käse zu machen.

Sie traf eine ehemalige Landrätin, mit der sie in den Gesprächen rasch auf einer Wellenlänge war. Tobi, der Wissenschaftler leitete das Projekt. Schon in der ersten Nacht gab es Dinge, die nicht zu erklären waren. Die Einheimischen waren nicht von der Idee begeistert. „Alles Unsinn mit „dera moderna Forschung mit Kühe“, meinte ein altes griesgrämiges Männchen. Er erinnerte Mangold an einen Nachfolger von Rumpelstilzchen. Dann kam die Nachricht, eine Frau ist von Kühen niedergetrampelt worden. Die Frau war schwer verletzt. Weitere Tage vergingen, als ein toter Mann in einer Wolfsfalle, unter ihm ein totes Lamm, aufgefunden wurde. Die Einheimischen vermuteten einen Wolf vor Ort. Als dann auch noch eine erhängte Frau gefunden wurde, war für die Kommissarin Schluss mit lustig, ihre Kollegin Kathi mit der Spurensicherung musste her. Bei der Verfolgung der Spuren traf Irmgard Mangold auf den Wolf, der ihr Auge in Auge gegenüber stand. Und das ist ein seltsames Bild: Der Wolf stand auf vier Rollen, daneben ein Kassettenrekorder und Schafswolle. Aha, dachte sie, wie perfide ist das, die ganze Misere sollte dem Wolf untergeschoben werden. Wie geht man mit der Rückkehr der Wölfe um? In Bayern haben Bär und Wolf richtig schlechte Karten, überlegte die Kommissarin. Kritik am Umgang mit Wölfen

Nicola Förg bringt in ihrem Roman immer wieder auch Kritik an, wie man mit den Wölfen umgeht. Annika, eine Biologin, nimmt sich der Wolfssache an. Ein verstörendes gemaltes Bild von einem längst verstorbenen Mädchen taucht auf. Was ist nur auf der Alm los? Nicola Förg schaute die Besucher freundlich an, schloss das Buch, lächelte schließlich und meinte: „Wie es weiter geht, können Sie gerne in meinem Buch lesen.“ Die Lesung der Autorin war spannend und lebhaft. Jede Figur ihres Romans hat einen besonderen Charakter, den brachte sie mit ihrer Stimme zum Vorschein. Anschließend konnten die Besucher der Autorin Fragen stellen. Wie entstehen ihre Geschichten? „Viel recherchieren, mit den Menschen reden“, erklärte sie. Außerdem habe der Verlag eine Zeitvorgabe, die der Autor einhalten muss. „Schriftsteller“, schmunzelte Förg, „das ist ein richtiger Beruf“. Vor Kurzem ist ein „Winterbuch“ von ihr erschienen. „Das Winterwunder von Dublin“ ist eine Geschichte rund um die Liebe, Pferde und das magische Irland. „Es geht alles gut aus, einfach passend zu Weihnachten,“ verspricht Nicola Förg.


Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.